Einweihung der Sternenkindergedenkstätte

Neue Gedenkstätte wurde am 20. Juli 2014 eingeweiht.
Dunkler Vulkanstein - unten grob behauen, oben sanft geschliffen - und ein großer tropfenförmiger Bergkristall in dem das Licht sich am oberen Ende brechen kann.

Die von Steinmetz Sebastian Langner aus Wittlich gestaltete Stele lädt ein, zu berühren und zu fühlen.

Der Platz auf dem evangelischen Friedhof zwischen Kirche und Heimatmuseum ermöglicht persönliches Andenken an Kinder, die das Licht dieser Welt nie erblicken konnten. Es wird ein Ort der Ruhe sein, der den Blick von der Erde zum Himmel zieht. Menschen finden hier Raum für Trauer, Erinnerungen und neue Hoffnung.
Die christlichen Gemeinden in Ober-Ramstadt, die evangelische, katholische und evangelisch-freikirchliche Gemeinde, haben diesen Ort des Gedenkens gemeinsam geschaffen. Zukünftig sollen hier jährlich besondere ökumenische Andachten zum Gedenken an "Sternenkinder" gefeiert werden.

Einweihung der Sternenkindergedenkstätte

Musikalisch wurde die Feier eröffnet durch Gerlinde Fricke (Klavier) und Melanie Viehl (Klarinette). Gottfried Kleiner, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, begrüßte die vielen Gäste, die der Einladung gefolgt waren und eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte. Er dankte allen, die zum Gelingen der Anlage beigetragen haben.
Anschließend wurde die Stele enthüllt und Steinmetz Sebastian Langner berichtete den zahlreichenden Anwesenden von seiner Suche nach einem geeigneten Vulkanstein und einem passenden Bergkristall für die Stele. Transzendenz, Licht und Weite waren seine Leitgedanken. Aber auch die Entscheidung für einen ganz jungen Lavastein aus seiner Heimat war eine bewusste Wahl. Der Bergkristall, der wie eine Träne im oberen Rand eingefügt wurde, stammt aus Brasilien, weil es Steine in dieser Größe in unserer Region nicht gibt, erläuterte er den zahlreichen Gästen.

Sternenkindergedenkstätte

Vertreter der drei Kirchengemeinden und der Stadt Ober-Ramstadt übergaben die Gedenkstätte ihrer Bestimmung. In Vertretung für Bürgermeister Werner Schuchmann sprach die Stadträtin Frau Annegret Pullmann die Grüße der Stadt Ober-Ramstadt aus und lobte die gute Zusammenarbeit der Kirchen und politischen Gemeinde. Durch die handfeste Unterstützung des Bauhofs unter Leitung von Herrn Rodenhäuser waren die Erdarbeiten und das Fundament für die Stele gemacht worden. Die Grußworte des katholischen Pfarrverbandes überbrachte Diakon Gerd Wagner. Für die evangelisch-freikirchliche Gemeinde sprach Dr. Klaus-Dieter Jung.
Mit einer ökumenischen Andacht, Lesung aus Römer 8, Gebet, Weihwasser und Segen wurde die Einweihung feierlich vollzogen. Ein irisches Segenslied bildete den instrumentalen Abschluss. Da nach anfänglichem Regen nun am Ende die Sonne herausgekommen war, nutzten einige Besucher die Gelegenheit, den Gedenkstein näher zu betrachten und die unterschiedliche Oberflächenstruktur zu betasten. Kinder kamen neugierig näher und entdeckten kleine Kristalle im unteren Bereich des Steines. Gespräche wurden geführt, auch mit Frau Anne Frenzel, die als Garten- und Landschaftsarchitektin mit viel Liebe den Raum gestaltet hatte.

Die Evangelische Kirchengemeinde ist dankbar, dass dieses Projekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Trotz zahlreicher Spenden fehlen aber noch etwa 5000,- Euro, um die Stele zu finanzieren. Der Kirchenvorstand bittet deshalb weiter um Unterstützung.
Bitte nutzen Sie das Spendenkonto bei der Volksbank Modau mit dem Stichwort „Sternenkinder“
IBAN: DE77 5086 4322 0000 0619 99, BIC: GENODE51ORA

Zusätzliche Informationen